AUSSTELLUNG Anne Marie Schärer

Zementmörtel-Skulpturen, Zeichnungen, Objekte, Bilder und Texte von Anne Marie Schärer geben Einblick in ein vielschichtiges künstlerisches Lebenswerk. Im Mittelpunkt stehen der Mensch, seine Wahrnehmung und seine Ausdrucksformen durch Haltung, Gestalt, Gesicht und Sprache. Wie werden innere Bewegungen in äusseren Formen sichtbar? Die Ausstellung «lebenslang kreativ» zeigt Arbeiten, die aus genauer Beobachtung, persönlicher Erfahrung und Freude am Gestalten entstanden sind.

Die Werkschau lädt Besucherinnen und Besucher ein, Kunst als Begegnung mit Menschen, Lebensspuren und Materialien zu erleben.

Anne Marie Schärer arbeitet an der Mörtel-Skulptur «Mehrperspektiven»
Anne Marie Schärer arbeitet an der Skulptur «L’avenir et les souveniers»
Skulptur «warten»

Mit der Ausstellung «lebenslang kreativ» gibt Anne Marie Schärer. Einblick und Rückblick in ein Schaffen, das sich über viele Jahre entwickelt hat. Gezeigt werden – von der Kindheit bis heute – Skulpturen, Zeichnungen, Objekte, Bilder und Texte, in denen sich persönliche Erfahrung, genaue Beobachtung und Freude am Gestalten verbinden.

Im Mittelpunkt stehen der Mensch, seine Wahrnehmung und seine Ausdrucksformen. Anne Marie Schärer beschäftigt sich mit Gestalt, Gesicht, Haltung und Sprache – und mit der Frage, wie innere Bewegungen in äusseren Formen sichtbar werden. Zement-Mörtel-Skulpturen, Zeichnungen, Arbeiten aus Computerschrott, Wortbilder und Installationen verbinden sich zu einem Werk, das von allen Facetten des menschlichen Daseins, handwerklicher Neugier und einer beharrlichen Lust am Gestalten geprägt ist.

Zu sehen sind unter anderem die «100 Charakterköpfe», Mörtel-Skulpturen in Menschen- und Tiergestalt, Spiegel- und Wortarbeiten sowie Objekte aus Alltags- und Fundmaterialien. Werktitel wie «Mehrperspektiven», «Multiple Entfremdung», «HOPE- silent bigbang», «Willi Wildschwein» oder «Phänomenogeniales Denkarium» geben einen Eindruck von der Interpretation der Lebenswirklichkeit und der Bild- und Sprachwelt der Künstlerin. Dabei spürt man leisen Humor, Melancholie, Lebensfreude und Nachdenklichkeit.

Die Ausstellung zeigt, wie aus Begegnungen, philosophischen Gedanken, Erinnerungen und verschiedenen Materialien neue vielfältige Gestalten entstehen. Sie weist auf einen offenen, sinnstiftenden und lebenslangen Prozess hin: eine Suche nach Beziehung zum Material, zur eigenen Geschichte, zu den Fragen des Daseins und zu den Menschen, die den Werken begegnen.

Interessierte Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eine persönliche und gedankenreiche Werkschau zu entdecken – eine Ausstellung, die zum anders Schauen, Nachdenken und Wiedererkennen anregt.